Stadt:Region – ein aktuelles raumstrukturelles Phänomen

Stadt und Umland wachsen zusammen - Wir suchen nach Merkmalen, Entwicklungsmustern, Szenarien und Zukunftsmodellen

Stadt und Umland wachsen zusammen – wie auch das Beispiel Salzburg zeigt. Ihr Verhältnis ist durch die zunehmende Dichte an funktionaler Verflechtung und Kommunikation auf der Grundlage hoher Mobilität geprägt. Neue raumstrukturelle Muster bilden sich heraus. Eine Stadt:Region entsteht.

Dem Phänomen Stadt:Region auf der Spur fragen wir nach Merkmalen, Entwicklungsmustern und Hintergründen, nach Szenarien und Zukunftsmodellen für die zukünftige Entwicklung von Stadt:Regionen sowie nach architektonischen, planerischen und politischen Herausforderungen.


Traditionelle Raumbilder von Dorf und Stadt lösen sich auf

Traditionelle Raumbilder von Dorf und Stadt lösen sich auf - in einem durch wechselseitige Beziehungen und Durchdringungen verflochtenen Raum von Kernstadt und Umland(Gemeinden). Die Stadt:Region ist mit herkömmlichen theoretisch-analytischen Raumkonzepten nicht mehr fassbar.

Zudem entzieht sich das Phänomen Stadt:Region bislang weitgehend einer zukunftsweisenden städtebaulich-planerischen Gestaltung. Raumbezogene Planung und Gesetzgebung mit ihren abgegrenzten Fachdisziplinen, spezialisierten Institutionen und territorial begrenzten Bezugsrahmen (Landes- oder Gemeindeebene) sind nicht mehr in der Lage, die räumliche Entwicklung einer komplexen Raumdynamik, wie sie die Stadt:Region darstellt, zu steuern.


Architektur und Städtebau haben ihre raumgebende Wirksamkeit verloren

Gerade in diesem Zusammenhang ist zu vermerken, dass Architektur und Städtebau an Raum gestaltender Wirksamkeit verlieren, wenn sie auf isolierte und partikulare Projekte bzw. auf Objektgestaltung reduziert werden und das Raumganze (Stadt, Stadt:Region) aus dem Blickfeld verschwindet.


Das sozialräumliches Verhalten ändert sich – mit weit reichenden Konsequenzen

Das sozialräumliche Verhalten großer Teile der Bevölkerung ändert sich aufgrund von Mobilitätssteigerung, Individualisierung und funktionsräumlichen Trennungen radikal. Neue sozialräumliche Orientierungen bilden sich heraus - mit weit reichenden Konsequenzen.